Trauerfeier des ehemaligen Ahorner Bürgermeisters und Kreisrates Wolfang Dultz

04. Juli 2018

Am vergangenen Samstag trafen sich sehr viele Menschen, unter denen auch MdL Susann Biedefeld war, im Gerätemuseum Ahorn um Abschied von Wolfgang Dultz, Altbürgermeister und Ehrenbürger der Gemeinde Ahorn zu nehmen. In einer bewegenden Trauerfeier wurde deutlich, dass Wolfgang Dultz nicht nur als Bürgermeister, sondern auch als ein überzeugter Humanist tiefe Spuren in Ahorn hinterlassen hat.

Freunde und Weggefährten, charakterisierten den Verstorbenen als durchsetzungsstarken Menschen, was auch an einem „ostpreußischen Dickschädel“ gelegen haben kann. Eines hatten alle Redner, wie Landrat Michael Busch, Hubert Becker (Ahorner Vereine), die Altbürgermeister Gerd Braun (Eisfeld) und Franz Titschenbacher (Irdning, Steiermark) gemeinsam: sie würdigten die schier unbeschreibliche Lebensleitung von Wolfgang Dultz ohne Pathos, sondern mit solider Sachlichkeit, die aber nicht von vielen Emotionen befreit war. Eine besondere Rolle kam hierbei Ahorns Bürgermeister Martin Finzel zu. Er war nicht nur Moderator, sondern auch Chronist, der in wohl temperierten Worten den Nerv des Auditoriums traf.

So stellte er fest, warum sich Wolfgang Dultz besonders in die Flüchtlingsproblematik einbrachte. „Ich bin selbst ein Flüchtlingskind“, sagte der in Ostpreußen geboren Wolfgang Dultz zu seinem Nachfolger Martin Finzel. Bürgermeister Finzel hätte noch lange aus dem gesellschaftspolitischen Wirken von Wolfang Dultz erzählen können, Langeweile wäre nicht aufgekommen. Mario Dultz der Sohn des Verstorbenen ging auf den Familienvater Wolfang Dultz ein. Deutlich wurde auch hier, dass Dultz Senior ein Familienmensch durch und durch war, aber letztlich sein Terminkalender die familiäre Bande bestimmt hat. Eins betonte Mario Dultz besonders: „Mein Vater war den Menschen verbunden, gleich ob alt Eingesessene, neu Zugezogene oder Flüchtling“.

Die große Anteilnahme der Bevölkerung, der kommunalen Politik, besonders aber auch die Delegationen aus der Steiermark und Eisfeld zeigten, dass nicht nur Ahorn einen großen Mensch verloren hat. „Feierlich“ wurde es als die Ahorner Feuerwehr mit schweren Stiefeln im Gleichschritt in das Gerätemuseum einlief, um den Sarg mit der sterbliche Hülle von Wolfgang Dultz seiner letzten Reise zu übergeben. Neben dem Bläserquintett der Marktgemeindekappelle der Partnergemeinde Irdning bereicherte auch die Jugendblaskapelle „Bergesklänge“ aus Witzmannsberg den Heimgang von Wolfgang Dultz. Es war Wunsch der Familie von Wolfgang Dultz, dass das Jugendblasorchester nach dem offiziellen Teil durchaus fröhlich Töne erklingen ließ. So wurde auch etwas gefeiert. „Das ist mit Sicherheit im Sinn meines Vaters, der immer nach vorne geschaut hat“, war von Mario Dultz überzeugend zu hören.

Bilder:

Trauerfeier Wolfgang Dultz
Mitglieder der Feuerwehr Ahorn übergaben die sterbliche Hülle von Wolfgang Dultz deren letzten Reise
Trauerfeier Wolfgang Dultz
Ahorns Bürgermeister Martin Finzel würdigte in treffenden Worten die Lebensleistung des verstorbenen Ehrenbürgers Wolfgang Dultz.
Trauerfeier Wolfgang Dultz
Der Sohn des verstorbenen Ehrenbürgers Wolfgang Dultz, Mario Dultz hob in seinen Betrachtungen seinen Vater als Familien Menschen hervor, den als überzeugten Humanisten beschrieb.

Fotos: Hendrik Steffen Text: Martin Rebhan

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