Schlüsselübergabe der Rettungswache Weismain

07. November 2017

Der Neubau der Rettungswache Weismain konnte nach zehnmonatiger Bauzeit abgeschlossen werden. An der offiziellen Schlüsselübergabe nahm auch MdL Susann Biedefeld teil.

Künftig wird die Rettungswache gemeinsam vom BRK-Kreisverband Lichtenfels und dem ASB-Regionalverband Coburg e.V. betrieben. "Auch wenn es ein viertel Jahrhundert gedauert hat, bis die Rettungswache realisiert wurde, freue ich mich außerordentlich darüber", betonte MdL Susann Biedefeld in ihrem Grußwort. Sie erinnerte an das Vorhaben, welches in den 1990er Jahren, als sie noch Dritte Bürgermeisterin und Stadträtin war, in dieses Gremium immer wieder eingebracht wurde.

Schlüsselübergabe Rettungswache Weismain

Bild: Die neue Rettungswache in Weismain.

"Mit der Rettungswache hier in Weismain wird der rettungsdienstlichen Versorgung in der Region rund um den Jura Rechnung getragen. Erfreulich und nicht alltäglich ist, dass diese wichtige Einrichtung vom BRK-Kreisverband Lichtenfels und dem ASB-Regionalverband Coburg e.V. betrieben wird", führte die Abgeordnete weiter aus.

Damit werde deutlich, dass die beiden Verbände hervorragend zusammenarbeiten, was wiederum der Bevölkerung zugutekommt und die rettungsdienstliche Versorgung gewährleistet. Zahlreiche Rettungsdienste in Bayern brauchen immer länger, um im Ernstfall am Einsatzort zu sein. Jedes zehnte Fahrzeug schafft nicht die angestrebte Frist von 12 Minuten von der Alarmierung bis zum Einsatzort.

Das zeigt die Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion. Demnach sank die Quote der Einsätze, bei denen die Rettungskräfte innerhalb der Hilfsfrist von zwölf Minuten vor Ort waren, von 2013 bis 2015 teilweise um bis 3,5 Prozentpunkte. Im landesweiten Durchschnitt brauchte etwa jedes zehnte Einsatzfahrzeug länger als zwölf Minuten. In 14 von 26 Rettungsdienstbereichen liegt die angestrebte Quote unter 90 Prozent, 2013 waren es 11 Rettungsdienstbereiche.

Schlüsselübergabe Rettungswache Weismain

Bild: Mit zahlreichen Ehrengästen wurde die offizielle Schlüsselübergabe gefeiert.

Beim Einsatz der Rettungskräfte geht es immer um die Gesundheit der bayerischen Bevölkerung. Es besteht dringender Handlungsbedarf, damit sich dieser negative Trend nicht weiter fortsetzt. Hier ist das Innenministerium als oberstes Aufsichtsorgan gefordert, regulierend einzugreifen.Generell ist das Notfallwesen aber Teil der kommunalen Selbstverwaltung. Mit der neuen Rettungswache wurde hier der Aufgabe Rechnung getragen.

Die Stationierung und Zahl der Rettungsmittel wird zwischen den kommunalen Zweckverbänden für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung und den Krankenkassen ausgehandelt. "Allen Beteiligten, die es möglich machten, dass wir heute die offizielle Schlüsselübergabe feiern können, möchte ich deshalb für ihren Einsatz und ihr Wirken meinen persönlichen Dank aussprechen. Das engmaschige Versorgungsnetz unseres Rettungsdienstes ist auch ein wichtiger Teil der Daseinsvorsorge. Er trägt außerdem zur guten Lebens- und Wohnqualität in unserer Region bei", so Biedefeld weiter.

Ganz ausdrücklich schloss sie in ihren Dank auch die Rettungskräfte ein, die Tag und Nacht an 365 Tagen im Jahr hervorragende Arbeit leisten, insbesondere diejenigen, die ehrenamtlich im Rettungsdienst fahren. Dieser herausragende Einsatz verdiene unseren höchsten Respekt. Zugleich dürfen die Einsatzkräfte vom Staat nicht alleine gelassen werden. Schließlich tragen sie zum Gelingen lebensrettender humanitärer Aufgaben bei. "Ich hoffe und wünsche, dass von der neuen Rettungswache Impulse ausgehen und sich weitere ehrenamtliche Kräfte finden, die sich für diesen Dienst interessieren und das Team verstärken", merkte die SPD-Landtagsabgeordnete weiter an.

Schlüsselübergabe Rettungswache Weismain

Bilder: Grußworte übermittelte auch MdL Susann Biedefeld.

Schlüsselübergabe Rettungswache Weismain

Grußworte übermittelten Coburgs Landrat Michael Busch (für den Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Coburg), Bürgermeister der Stadt Weismain Udo Dauer, BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk und MdL Jürgen Baumgärtner. Die Baumaßnahme erläuterte Architekt Johannes Morhard, bevor Ulrich Jobst und Gerhard Möckel das Gebäude unter den Segen Gottes stellten. Für den BRK-Kreisverband Lichtenfels nahmen Vorsitzender Christian Meißner und Rettungsdienstleiter Klaus Rübensaal und vom ASB-Regionalverband Coburg e.V. Vorsitzender Hans-Joachim Lieb mit Rettungsdienstleiter Albert Florschütz symbolisch den Schlüssel entgegen.

Fotos: BRK-Kreisverband Lichtenfels

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