MdL Susann Biedefeld freut sich: Tag des offenen Denkmals auf Schloss Schney

14. September 2018

Heuer stand der Tag des offenen Denkmals im Landkreis Lichtenfels unter dem Motto: „Entdecken, was uns verbindet“ und fand in der Franken-Akademie Schloss Schney statt. Neben Susann Biedefeld sprachen auch Landrat Christian Meißner und Bürgermeister Andreas Hügerich Grußworte.

Als Vorsitzende der Franken-Akademie Schloss Schney e.V. begrüße sie die Gäste im Namen des gesamten Vorstandes, aller Beschäftigten und persönlich recht herzlich in der Bildungseinrichtung. "Es ist uns eine Ehre, neben dem Bahnhof in Bad Staffelstein, der Bahnhofstraße 101 , den archäologischen Ausgrabungen eines keltischen Zangentors auf dem Staffelberg, der Friedhofskapelle in Ebensfeld und der Kreuzkapelle in Weismain als Örtlichkeit ausgewählt worden zu sein, um am bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ mit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu werben, dafür zu sensibilisieren und das Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken", betonte Susann Biedefeld.

Viel los war an diesem Tag, denn in Schney wurde auch Kirchweih gefeiert. Außerdem fanden Seminare im Hause statt. Für das Interesse an der Einrichtung dankte sie. In ihrem Grußwort ging Susann Biedefeld auf die Historie der Franken Akademie näher ein. Diese ist seit 67 Jahren ein Tagungshaus und ein politisches Bildungswerk in Lichtenfels. Das Schloss, in dem die Franken-Akademie beheimatet ist, kann auf eine lange Geschichte verweisen, die bis ins Jahr 1378 zurückgeht.

Tag des offenen Denkmals
Foto: Vorsitzende der Franken-Akademie Schloss Schney Susann Biedefeld. Foto: privat

Seit 2014 beginnend mit dem Balkon hat die Franken-Akademie mit Unterstützung zahlreicher Zuschussgeber, dem Freistaat Bayern, der Landestiftung, der Denkmalpflege, der Oberfrankenstiftung, dem Landkreis, der Stadt Lichtenfels, der Raiffeisenbank und anderen mehr rund 1,2 Millionen Euro in die Einrichtung investiert und die Bildungsstätte saniert und modernisiert. "Wir sind noch nicht am Ende, aber heute ist unser Bildungshaus wieder attraktiv und wettbewerbsfähig", ist sich die Vorsitzende sicher.

Durch die Arbeit des Vereins konnte das historische Schloss einer sinnvollen Nutzung zugeführt und in seinem Bestand gesichert werden. Vom Schloss zur Bildungsstätte. Unter anderem von einem Heim für arbeitslose Jugendliche und auch als Erholungsort für Kinder der Arbeiterwohlfahrt entwickelte sich das Haus kontinuierlich weiter. Es wurde die politische Seminararbeit stetig weiter ausgebaut und das ist auch die heutige Aufgabe des Vorstandes: Den Bestand dieses Schlosses als Bildungsstätte zu erhalten und stetig fortzuentwickeln.

"Und das ist nicht ganz einfach – und alleine würde das der Verein nie und nimmer schultern. Wie hat Till Mayer im Obermain Tagblatt geschrieben: „Ein Schloss verpflichtet“. Sehr treffend. Und es war auch für den Vorstand der Franken-Akademie nicht immer eine leichte Angelegenheit, das unter Denkmalschutz stehende Schloss zu bewahren. Der Wille war immer da, aber können wir uns das leisten? Es gab unzählige Sitzungen des Vorstandes, in der diese Frage bei den verschiedensten einzelnen Projekten immer wieder heftig diskutiert wurde", führt Biedefeld weiter aus.

Es sind drei Säulen, auf die die Franken-Akademie steht: Sie konzipiert nach den Richtlinien der Bundeszentrale für politische Bildung Seminare, sie bietet eigene Seminare der politischen Bildung an und sie bietet das Haus und die gesamte Infrastruktur Vereinen, Verbänden, Organisationen als Tagungshaus an. Als Nutzer ist die gesamte Zivilgesellschaft vertreten. Und: Immer mehr wird das Haus inzwischen auch – nach Sanierung und Modernisierung – für Familienfeiern jeglicher Art genutzt. Neben diesen Einnahmequellen gibt es noch einen Förderverein.

Tag des offenen Denkmals
Foto: Landrat Christian Meißner.

"Wenn jemand, die politische Bildungsarbeit in besonderem Maße fördern will, kann man „Politischer Bildungspate“ in unserem Haus werden. Der Beitrag für die Übernahme einer Patenschaft beträgt mindestens 100,00 Euro im Jahr, kann aber auch durch eine Einmalzahlung in Höhe von 200,00 Euro erfolgen. Natürlich kann man gerne einen eigenen Spendenbetrag wählen. Wir veröffentlichen dauerhaft die Namen unserer Bildungspaten in den Räumlichkeiten von Schloß Schney, an unserer „Patenwand mit Plaketten“, die oben an der Rezeption zu sehen ist. So, das war der Werbeblock. Von der Information, wie sich die Franken-Akademie finanziert nun zurück zu unseren Investitionen und dem Denkmalschutz", führt die Vorsitzende aus.

Es ist nicht leicht das Schloss in seinem Bestand unter Denkmalschutz zu erhalten, was Susann Biedefeld an einzelnen Projekte deutlich machte:

Der Balkon: Die Statik war nicht mehr geben! Wir haben ihn abgesperrt! Er fing an zu bröckeln. Es ging eine richtige Gefahr von dem Balkon für unsere Gäste aus. Wir mussten handeln. Aber das Geld war knapp. Wir fanden alte Fotos und Bilder, Schloss Schney ohne Balkon! Also diskutierten wir den Abriss. Es fanden sich Zuschussgeber. Das ist gut so! Wie sie sehen: Wir haben den Balkon NICHT abgerissen. Wir haben in saniert, die Statik stimmt wieder und es bröckelt nichts mehr.

Die Stützmauer: Über viele Jahre hinweg war sie wegen eines Bauzaunes gar nicht sichtbar. Es bestand die Gefahr, dass die gesamte Mauer abrutscht. Risse im Schloss zeugen aus dieser Zeit. Wir haben die Mauer aus Gründen der Sicherheit absperren müssen. Es senkte sich das gesamte Gelände. Der Bauzaun wurde immer wieder in den Biergarten gerückt. Doch was für ein Riesenprojekt für uns als Franken-Akademie. ES war ja nicht damit getan, die Balustrade wieder herzustellen. Nein es müssten umfangreiche Stützmaßnahmen vollzogen werden. Schauen Sie nachher einmal über die Balustrade. Es geht gerade steil nach unten. Wir bemühten uns um Fördermittel. Wir bekamen sie. Dankeschön an alle Zuschussgeber. So konnten die wahrhaft nicht einfachen Stütz- und Renovierungsarbeiten realisiert werden. Und auch die Balustrade, diese alte Sandstein-Balustrade konnte ebenfalls wieder hergestellt werden. Ca. 100.00 Euro allein für dieses Projekt für unseren Verein. Wahnsinn. Denn bei allen Zuschüssen darf man ja nicht vergessen, dass wir immer einen Eigenanteil zu finanzieren und zu tragen haben.

Tag des offenen Denkmals
Foto, v.l.: Gerhard Arneth, Landrat Christian Meißner, Susann Biedefeld, Bürgermeister Andreas Hügerich, Berthold Girschke, Ulrich Sünkel, Andrea Göldner.

Die Schlossgaststätte: Mit dunklem Holz, dunkel, duster, mit einem Dach aus Korb über der Theke – ein riesen großer Staubfänger unter der abgehängten Decke. Auch hier mussten wir finanzieren, um für unsere Gäste attraktiv zu sein und ihnen einen wohnlichen, gemütlichen und auch modernen Gastraum anbieten zu können. Ich sagte abgehängte Decke! Die hängten wir ab. Und zum Vorschein kam eine wunderschöne Stuckdecke, aber natürlich sanierungsbedürftig. Mitten im Zeitplan (die Gaststätte musste wenige Tage vor Weihnachten und zwischen Weihnachten, über Silvester bis zum 6. Januar fertig sein). Der Handwerkerplan war durchgetaktet und jetzt die Decke. Wunderschön, aber ein großes Problem. Dank dem Landesamt für Denkmalpflege und den zuständigen Mitarbeitern am Landratsamt, unserem hervorragenden Architekten Norbert Menzl haben wir auch das mit entsprechender Aufstockung der Sanierungsmittel gestemmt. Heute ein Schmuckstück. Ein absoluter Mehrwert. Und so bringen die denkmalgeschützten Arbeiten viel Ärger, Sorgen, Nöte, letztendlich aber einen Mehrwert. Und es geht darum unser kulturelles Erbe zu bewahren.

Barrierefreiheit: Wir haben den Zugang zum Seminarbereich, einzelne Zimmer, den Zugang zum Schloss, zur Gaststätte und zum Speisesaal barrierefrei gestaltet. Auch hier haben wir noch einiges an Hausaufgaben zu ledigen und ist noch nicht alles optimal. Aber wir arbeiten daran. Wenn alles gut geht, dann beginnen wir noch in diesem Jahr, spätestens Anfang 2019 mit dem Bau einer Behindertentoilette im Erdgeschoß des Schlosses für Schlossgaststätte, Café und Biergarten. Denn die Toilette befindet sich im Untergeschoss und ist nicht barrierefrei.

Egal ob für eine Klausurtagung, die Freizeit Ihres Vereins oder Verbandes, die Weiterbildungsveranstaltung einer Behörde oder eines Unternehmens, eine Personalschulung, ein Probewochenende oder Betriebsfeiern und Familienfeiern – die Franken-Akademie Schloß Schney bietet den perfekten Rahmen für ihre Tage oder das Event. Alle unsere Gäste finden in unserem Haus ideale Tagungsbedingungen. Sie haben reichlich Platz bei uns: Wir verfügen über insgesamt elf Räume, alle mit Tageslicht! Mit Raumdimensionen von 25 bis 250 Quadratmeter. Ganz nach Wunsch werden unsere Tagungsräume mit der benötigten modernsten Tagungstechnik ausgestattet. So ganz nebenbei bemerkt: Bei genügend Übernachtungen verzichten wir auf die Raummiete. Welches Hotel kann das alles bieten.

Wir bieten gepflegte, teils ganz moderne Zimmer an. Die Kapazität für die Unterbringung von bis zu 120 Gästen in Einzel- und Doppelzimmern. Selbstverständlich verfügen alle Zimmer über Dusche und WC.

Unsere Küche hat einen ausgezeichneten Ruf, sogar der Kuchen wird selbst gebacken. Das fränkische Bier aus unserer Region ist selbstverständlich. Und unser Weinkeller kann sich sehen und trinken lassen. Und auch hier erfüllen wir gerne auch besondere Wünsche unserer Gäste, z.B. vegetarische und vegane Kost, Diät-, Bio- oder Vollwertgerichte, internationale Küche… bis hin zu mehrgängigen Menü oder Buffets bis hin zu Grillabenden in und rund um unseren neuen Grillpavillon in unserem schönen Biergarten im Schlossgarten. Und wir haben unsere Schlossgaststätte an Sonn- und Feiertagen für die Öffentlichkeit geöffnet. Wir bieten an Sonn- und Feiertagen Mittagstisch und auch ganz besondere Events wie Wildabende, mediterrane Brunchs, italienische, spanische Abende, Schnitzelbuffetts etc. an.

Tag des offenen Denkmals
Foto: Zahlreiche Gäste waren zum Tag des offenen Denkmals gekommen.

Und wir bieten unseren Gästen Weltkulturerbe zu erleben mit unserer Deutschen Korbstadt Lichtenfels, Bad Staffelstein, der Adam-Riese-Stadt mit unserer Obermain-Therme, die Basilika Vierzehnheiligen, der Weltkulturerbestadt Bamberg, der Herzogsstadt Coburg, der Wagnerstadt Bayreuth, der Bierstadt Kulmbach, Faust-Festspiele-Stadt und Festung Rosenberg etc. Fränkische Kulturschätze liegen ja quasi vor der Haustür und sind innerhalb von wenigen Minuten bis zu einer halben Stunde zu erreichen. Das nutzen wir als Angebot für unsere Gäste, die übrigens inzwischen international sind. Bis hin zu einem Seminar mit Chinesen, komplett englisch sprachlich von uns erarbeitet und umgesetzt.

Und wir bieten in Kooperation mit der Freien Turnerschaft auch die Sportanlagen mit Rasen- und Hartplätzen an. Also eine Bildungsstätte die viel zu bieten hat. Für unsere Gäste weg vom Alltag in angenehmer Atmosphäre, mit guter Küche und in reizvoller Umgebung.

Und: Unserem Anspruch, „Dach bzw. ein Haus der Zivilgesellschaft“ zu sein, bleiben wir auch bei der Gestaltung unserer Preise treu. Wir bieten gute Qualität zu vernünftigen Preisen und versuchen, mit unseren Angeboten den persönlichen Vorstellungen unserer Gäste gerecht zu werden.

Und so möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, allen unseren Zuschussgebern, darunter Stadt und Landkreis Lichtenfels und allen unseren Förderern ein von Herzen kommendes „Vergelt's Gott“ zu sagen für die Unterstützung. Alleine hätten wir es nicht geschafft. Und auch in der Zukunft werden wir es nicht alleine schaffen. Unterstützen Sie uns auch weiterhin und tragen Sie so zum Erhalt dieses schönen Schlosses und der Bildungseinrichtung Franken-Akademie Schloß Schney bei. Es ist gut angelegtes Geld für den Erhalt unseres kulturellen Erbes, für die Bildung, für die politische Bildung, für unsere demokratische Grundordnung und unsere demokratischen Grundwerte. Und gerade diese politische Bildung ist in Anbetracht von Entwicklungen in unserem Land, ich sage nur Chemnitz, wichtiger denn je. Jeder Cent der hier in unsere politischen Bildungseinrichtungen in unserem Landkreis fließt ist gut investiertes Geld – und es kommt ja auch etwas zurück!

"Danke für die gute Zusammenarbeit mit Stadt und Landkreis Lichtenfels. Auf ein weiterhin gutes Miteinander und Dankeschön, dass wir heute mit den Tag des offenen Denkmals mitgestalten dürfen", führte Susann Biedefeld abschließend aus.

Fotos, Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer

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Bilder: Biedefeld

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