Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins Altenkunstadt

08. Mai 2018

Mit einem eindrucksvollen Vertrauensbeweis bei den anstehenden Wahlen wurde die Tätigkeit der Vorstandschaft des SPD-Ortsvereins von Altenkunstadt anerkannt. Auch im abgelaufenen Jahr konnten sich die Mandatsträger der Partei mit vielfältigen Anregungen und als Ideengeber in die kommunale Arbeit mit einbringen.

Alle Mandatsträger und Parteifreunde wurden in der Gastwirtschaft „Zum Preußla“ in Altenkunstadt recht herzlich vom Ortsvereinsvorsitzender Karlheinz Hofmann begrüßt, der anschließend zu seinem Rechenschaftsbericht überleitete. Er erwähnte zunächst die Beteiligung seiner Partei an den Landrats- und Bundestagswahlen und dankte allen für die Unterstützung und ihre Aktivitäten. Das weitere Jahresgeschehen war wie immer von Maiwanderung geprägt, hier übernahm diesmal Dieter Friebe die Führung und geleitete alle sogar zu einem alten Bergwerksstollen am Fuße des Kordigastes, und dem Sommerfest.

Es fand ebenfalls auf dem Hausberg von Altenkunstadt stand und wurde von einer verlässlichen Mannschaft perfekt organisiert, wobei auch das Kinderprogramm viel Anklang fand. Wie immer beteiligten sich die Mitglieder an den Ortsmeisterschaften des Schützenvereins und hielt Veranstaltungen zur Kreis- und Gemeindepolitik ab, wobei der Einwohnerschaft die wichtigen Themenbereiche näher gebracht werden konnten. Die Vorstandschaft besuchte zudem alle wichtigen Jubiläen und Veranstaltungen und nahm gerne die Einladung des neuen SPD/SB-Kreistagsfraktionschefs, Frank Novotny, an, der hierbei über seine Arbeit informierte.

Erfreulich sei zudem gewesen, so Vorsitzender Karlheinz Hofmann abschließend, dass es im SPD-Ortsverein von Altenkunstadt in dem zu Ende gehenden Jahre eine positive Mitgliederentwicklung gab. Zu den anstehenden Wahlen bemerkte Vorsitzender Karlheinz Hofmann, dass die SPD sowohl hinsichtlich des Landtages wie auch beim Bezirkstag mit guten und qualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten antreten kann.

Der Tagesordnung gemäß legte danach Otto Schuhmann den Kassenbericht vor und ihm bestätigten Helga Judex und Rudolf Vogt, dass sehr gut gewirtschaftet wurde. Den Bericht der Juso gab in Vertretung Johannes Hofmann, der darauf verweisen konnte, dass das Summer-Beach-Fest am Main und der Stand anlässlich des Straßenfestes von Altenkunstadt, hier gab es Pizzabrötchen und Cocktails, eine erfreuliche Resonanz, insbesondere bei den jungen Leuten, zu verzeichnen hatten. Die Nachwuchsgeneration, kündigte Hofmann an dieser Stelle schon einmal an, werde sich auch in Zukunft in die Parteiarbeit mit einbringen.

Nachdem alles bestens vorbereitet war, gingen auch die Neuwahlen reibungslos vonstatten, die zu folgendem Ergebnis führten: SPD-Ortsvereinsvorsitzender Karlheinz Hofmann, gleichberechtigte Stellvertreter Nicole Schreppel und Jonas Püls, Schriftführerin Jasmin Schreppel, Kassier Otto Schuhmann und Allmut Schuhmann, Beisitzer Dieter Friebe und Frank Novotny, Kassenprüfer Rudolf Vogt und Helga Judex, Mitgliederbeauftragte Jasmin Schreppel, AsF-Vorsitzende Almut Schuhmann, Juso-Beauftragter Jonas Püls, Internetbeauftragter Dieter Friebe. Die Generalversammlung des SPD-Ortsvereins von Altenkunstadt bot danach eine gute Gelegenheit, um verdienten Parteifreunde auszuzeichnen.

Vorsitzender Karlheinz Hofmann konnte dabei bekanntgeben, dass Dieter Friebe, der nicht nur viele Jahre engagiert in den Vereinen und der Jugendförderung tätig ist und war, nach dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten und der Gemeindemedaille, als einem der ersten Mitglieder in der Region das „Ehrenamtsabzeichen der SPD“ verliehen werden kann. Ortsvereinsvorsitzender Karlheinz Hofmann hob an dieser Stelle in besonderem Maße das Engagement von Dieter Friebe für Ältere und Menschen mit Behinderung hervor. Frank Novotny hält der Partei bereits zwanzig Jahre die Treue und dies wurde ebenso mit einer Urkunden und Ehrennadel gewürdigt, wie die zehnjährige Parteizugehörigkeit von Reinhard Hofmann und Josef Hofmann.

Im weiteren Verlauf der Versammlung nutzte dann der SPD-Landtagskandidat Dr. Ralf Pohl die Gelegenheit zu einem kurzen Referat, wobei er Begriffe wie Vielfalt, Gerechtigkeit und Solidarität prägte, die untrennbar auch mit sozialdemokratischer Politik verbunden sind. Allerdings gestand er dabei mit Blick auf Menschen mit Migrationshintergrund die zu uns gekommen sind ein, dass dies eine große Herausforderung für alle bedeutet und sehr wohl seine Partei auch die kritischen Stimmen vernimmt. Allerdings sollte es gleichermaßen auch „Solidarität“ geben. Wenn der: „Tag der Arbeit“ begangen werde, dürfen sich alle durchaus dessen erinnern, dass für die SPD die soziale Sicherung, ein Mindestlohn und der Kündigungsschutz immer besondere Anliegen waren.

Diese Solidarität sei im Freistaat ebenso anzustreben wie in einem gemeinschaftlichen Europa. Jedoch muss darüber nachgedacht werden, betonte Dr. Pohl, dass in den Ballungszentren die öffentlichen Verkehrsmittel manchmal die Massen der Berufstätigen nicht mehr transportierte werden können und es in der Region immer noch keinen einen entsprechenden Nahverkehr gebe; nicht von ungefähr verliere deshalb Oberfranken zusehends an Bevölkerung. Aber gerade diese „Mobilität“ sei für jungen Menschen und alle die zu ihrem Arbeitsort kommen müssen, von enormer Wichtigkeit.

Gleichermaßen notwendig seien hochqualifizierte Arbeitsplätze, wobei Dr. Pohl daran erinnert, dass im Oberfranken beispielsweise viele Studiengänge möglich sind, nur beispielsweise Medizin nicht studiert werden kann. Eine Fachschule für Holzwirtschaft, o.ä. und ein Baumwipfelpfad waren nur einige Anregung, die der Referent zur Diskussion stellte und sich zusammenfassend dafür aussprach, dass Bayern ganz einfach etwas mehr ins Gleichgewicht gebracht werden sollte und Möglichkeiten geschaffen werden müssen, dass junge Menschen eine berufliche Perspektive haben und hier bleiben können.

MdL Susann Biedefeld, die sich eingangs bei ihren Parteifreunden für die Nominierung zum Bezirkstag bedankte, nahm gleich zu Beginn Bezug auf die Regierungserklärung des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Söder, wodurch auch erkennbar wurde, in welche Richtung die künftige Politik gehen soll. Zur Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung sagte die Abgeordnete, dass diese auch schon an Anliegen anderen Parteien und Gruppierung war, wozu aber letztlich dann auch ein CSU-Antrag eingebracht wurde.

Ein weiteres Anliegen muss es jedoch bleiben, daran zu denken, wie in den Städten und Gemeinden dafür ein Ausgleich geschaffen werden kann. Die Grundsicherung für Kinder von Familien in Bayern mit kleinen und geringen Einkommen und die steuerliche Anerkennung der Pflege, sowie deren Berücksichtigung bei der Rentenversicherung, nannte Susann Biedefeld als weitere wichtige Punkte. Wörtlich sagt sie dabei: „Wir brauchen kein Landesamt für Pflege, sondern verstärkt sollte sich denjenigen Mitmensch zugewandt werden, die diese Arbeiten verrichten und sich um Pflegebedürftigen kümmern“. MdL Biedefeld ging danach noch auf die Gesundheitseinrichtungen ein und wandte sich am Ende noch kritisch der Kulturförderung zu.

Mit der Entwicklung seiner Partei beschäftigte sich abschließend auch der Ehrenbürger Otto Schuhmann, der es als wichtig nannte, die positiven Leistungen der SPD deutlicher herauszustellen, die sich immer in einem besonderen Maße um die Schwachen und sozial Schwachen gekümmert; ganz einfach stets Menschlichkeit bewiesen habe.

Kreistagfraktionssprecher Frank Novotny bat alle die Gelegenheit zur Besichtigung des Klinikums am 4. Mai von 14 Uhr bis 18 Uhr zu nutzen; Zusteigemöglichkeiten in die Shuttle-Busse bestehen sowohl auf dem Schützenplatzgelände wie am Bahnhof; im Umfeld des Klinikums selbst können an diesem „Tag der offenen Tür“ keine Parkplätze genutzt werden.

Hauptversammlung SPd-Ortsverein Altenkunstadt
Im Rahmen der Generalversammlung des SPD-Ortsvereins von Altenkunstadt wurden Frank Novotny, Dieter Friebe und Reinhard Hofmann (Bildmitte v.l.) ausgezeichnet. Die Geehrten mit dem Ehrenbürger Otto Schuhmann, dem SPD-Landtagskandidaten Dr. Ralf Pohl, Dritter Bürgermeisterin Allmut Schuhmann, Vorstandsmitglied Jasmin Schreppel, Ortsvereinsvorsitzendem Karlheinz Hofmann, der stellvertretenden Vorsitzenden Nicole Schreppel und der Landtagsabgeordneten Susann Biedefeld.

Foto und Text: Dieter Radziej

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