Besuch von MdL Susann Biedefeld im Würzburger Tierheim - Bericht von TVtouring

09. August 2017

Am Weltkatzentag besuchte Susann Biedefeld, tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, mit Hans Werner Loew, MdL a.D. und stellvertretenden SPD-Stadtratsfraktionsvorsitzenden, sowie Stadtrat Joachim Schulz das Würzburger Tierheim.

Vorsitzender Reinhard Dötzer und Ehrenvorsitzende Elisabeth Haasmann, die zugleich Schatzmeisterin ist, führte die tierschutzpolitische Sprecherin des SPD-Landtagsfraktion durch das Tierheim, das zu den größten in Bayern zählt. Es befindet sich in Trägerschaft des Tierschutzvereins Würzburg, der 1878 gegründet wurde und somit einer der ältesten Tierschutzvereine in Bayern ist.

"Obwohl die Tierschutzvereine kommunale Aufgaben übernehmen, wird deren finanzielle Lage immer prekärer", führte Susann Biedefeld aus. Sie zeigte sich beim Rundgang tief beeindruckt über das weitläufige Areal, zu dem auch ein Tierfriedhof gehört.

Besuch im Würzburger Tierheim

Im Katzenhaus, v.l.: Stadtrat Joachim Schulz, Tierpfleger Maxim Iochim und MdL Susann Biedefeld.

Elisabeth Haasmann zeigte auf, welche umfangreichen Aufgaben vom Würzburger Tierheim übernommen werden und gab einen Einblick in die Entwicklung des Hauses. Auch sie plädiert für eine Anhebung der Fundtierpauschale, die in Würzburg bei etwas über 50 Cent liegt, während sie in anderen Städten bei einem Euro liegt.

"Etwa 20 000 Euro kommen jährlich über die Abrechnung von Fundtieren zusammen", führt die Ehrenvorsitzende aus. Rund 70 000 Euro umfassen jährlich die Mitgliedsbeiträge. Hinzu kommen 80 000 Euro von der Stadt und 20 000 Euro vom Landkreis Würzburg. Rund 40 000 Euro betragen hingegen die monatlichen Kosten.

Besuch im Würzburger Tierheim

Bild,v.l.: Tierpfleger Maxim Iochim, Tierpfleger Rudolf Schleich, Tierheimleiterin Anja Schneider, Ehrenvorsitzende Elisabeth Haasmann,Vorsitzender Reinhard Dötzer, tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion MdL Susann Biedfeld, Hans Werner Loew, MdL a.D. und zugleich stellvertretender SPD-Stadtratsfraktionsvorsitzender, sowie Stadtrat Joachim Schulz.

Sowohl Susann Biedefeld, als auch die Vertreter des Tierschutzvereins fordern eine verpflichtende Katzenkastration. Während einige Städte mit gutem Beispiel voraus gehen, gibt der Bayerische Landtag keinen Cent dazu, um hier dem Tierelend ein Ende zu setzen. "Wir diskutieren hier nicht über eine freiwillige Leistung, sondern über eine Pflichtaufgabe der Kommunen, die Tierheime als Dienstleistung für Städte und Gemeinden erbringen", führte Biedefeld weiter aus.

Besuch im Würzburger Tierheim

Bild: Tierpfleger Maxim Iochim zeigt MdL Susann Biedefeld das Gehege der Schildkröten.

Sowohl die Ehrenvorsitzende als auch die SPD-Landtagsabgeordnete erachten es als sinnvoll Freigänger-Katzen zu kastrieren und zu kennzeichnen. Etwa 35 000 Euro kostet diese alleine den Tierheimen. Wünschenswert wäre, wenn die Stadt eine entsprechende Verodnung erlassen würde.

Derzeit befinden sich fast 40 Hunde, rund 65 Katzen sowie 60 Klein- und 45 sonstige Tiere in der Obhut des Würzburger Tierheims. Von den 588 Tieren, die seit Anfang des Jahres hier bestens betreut werden, konnten bisher 338 vermittelt werden. Auch Tiere aus illegalen Transporten wurden in de rEinrichtung aufgenommen, ebenso beschlagnahmte Tiere, wie Listenhunde. Letztere dürfen in bayern von Tierheimen nicht weitervermittelt werden, während eine Vermittlung in anderen Bundesländern möglich ist.

Rund um die Uhr ist das Würzburger Tierheim erreichbar, in dem ein 26köpfiges Team tätig ist. Neben einem Tierarzt, der viereinhalb Tage die Woche vor Ort ist und im Tierheim kleinere Eingriffe vornehmen kann, wird in der Einrichtung auch ausgebildet. Das Tierheim arbeitet auch mit der Tierklinik zusammen. Jährlich belaufen sich die externen Tierarztkosten auf rund 60 000 bis 65 000 Euro.

Besuch im Würzburger Tierheim

Bild: Großzügig ist das Außengehege der Kaninchen.

Nach dem Neubau des Hundehauses "1" steht das Hundehaus "2" als nächste große Maßnahme an. Hier rechnet Elisabeth Haasmann mit mehr als 100 000 Euro an Kosten. Zusätzlich muss für den Kleintierbereich Platz geschaffen werden, da dieser aus allen nähten platzt. Ferner soll hier die Quarantäne-Situation verbessert werden.

Vom persönlichen Engagement der Ehrenvorsitzenden sowie der umfangreichen Arbeit zeigte sich Susann Biedfeld abschließend tief beeindruckt und überreichte an den Vorsitzenden eine Spende, die im Tierheim Würzburg bestens angelegt ist.

(Quelle: TV touring Fernsehges. mbH & Co., Lisa Bauer)

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